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DVD-Start: 22.02.2008

Am Ende kommen Touristen

Deutschland 2007, Drama 85 Minuten

Sven (Alexander Fehling) hatte sich seinen Zivildienst eigentlich anders vorgestellt. Er wollte auf jeden Fall ins Ausland und etwas Sinnvolles machen. Doch als sein Platz in einem Jugendzentrum in
Amsterdam kurzfristig abgesagt wird, bleibt für ihn nur noch eine Stelle in der Begegnungsstätte in
Auschwitz übrig. So findet er sich auf einmal in der polnischen Kleinstadt Oswiecim wieder und damit an dem Ort, dessen Name in der Welt zum Symbol für den nationalsozialistischen

 

Völkermord geworden
ist. Sven wird im Gästehaus einquartiert, das neben dem Parkplatz der Museumsgedenkstätte liegt. Dort wohnt außer ihm nur der alte Stanislaw Krzeminski (Ryszard Ronczewski). Der ehemalige Häftling des Konzentrationslagers hat sich bisher erfolgreich gegen alle Versuche seiner Umwelt gewehrt, ihm das Leben angenehmer zu gestalten. Er bleibt stur an diesem Ort und arbeitet, wie schon sein ganzes
Leben lang, an der Restaurierung der Koffer,

 
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die den Häftlingen vor ihrer Ermordung im Lager geraubt
wurden.
Svens erste Erlebnisse in Oswiecim machen es ihm nicht unbedingt leicht, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Er kann sich kaum verständigen, die Jugendlichen der Stadt machen sich über den »Fritz« aus Deutschland lustig, den es ausgerechnet hierher verschlagen hat. Zu allem Überfluss bekommt er auch noch den Auftrag, sich um Krzeminski zu kümmern. Der ehemalige Häftling lässt

 


Sven recht deutlich spüren, was er davon hält, dass nun ein junger Deutscher dafür verantwortlich sein soll, dass er rechtzeitig zur verhassten Krankengymnastik kommt und seine Einkäufe erledigt.
Als Sven sich gegen Krzeminskis ungerechte Behandlung einmal zur Wehr setzt, bekommt er von Herrn
Herold (Rainer Sellien), dem Leiter der Begegnungsstätte, eine moralische Standpauke: Dies sei ein
sensibler Ort und Sven nicht einfach nur Zivi, sondern ein junger Deutscher mit einer besonderen
Verantwortung unter den Augen der Weltöffentlichkeit. Svens Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Er bittet Herold, zumindest aus dem Gästehaus ausziehen zu dürfen.
Durch seinen Umzug in die angrenzende Kleinstadt Oswiecim eröffnet sich Sven endlich eine Welt
außerhalb des Lagers. Ania (Barbara Wysocka), die als Dolmetscherin im Museum arbeitet, vermietet
ihm ein Zimmer in ihrer kleinen Wohnung. Ihrem Bruder Krzysztof (Piotr Rogucki), der zeitweise auch
bei Ania wohnt, passt das überhaupt nicht. Trotzdem wird Sven durch die beiden langsam in das Leben
der polnischen Stadt hineingezogen. Sven verliebt sich in die schöne Ania, die ihn aber zunächst auf
Distanz hält. Sie hat sich für ein Stipendium in Brüssel beworben und plant ihrer Heimatstadt den
Rücken zu kehren. Ihre Gefühle für Sven stehen ihr dabei ebenso im Weg wie Krzysztof, der seinen Job
in der von Deutschen aufgekauften Chemiefabrik im Ort verliert.
Das Verhältnis zwischen dem ehemaligen Häftling Krzeminski und dem jungen Deutschen Sven bleibt
distanziert. Trotzdem beginnt Sven durch seine Arbeit für Krzeminski mehr über den wortkargen Mann
zu erfahren. Sven chauffiert ihn nicht nur zu Zeitzeugengesprächen und Pferdewetten, sondern auch zu
seiner Schwester Zofia (Halina Kwiatkowska), die ihn seit vielen Jahren davon zu überzeugen versucht, endlich aus der unmittelbaren Umgebung des Lagers wegzuziehen.
Gleichzeitig gelingt es Sven langsam, Ania für sich zu gewinnen. Als sie sich das erste Mal küssen,
erscheint es Sven, als sei er endlich angekommen in dieser merkwürdigen Stadt.
Je mehr Krzeminski und Sven sich annähern, desto deutlicher wird es für Sven, warum Krzeminski
weder den Ort noch seine Arbeit im Stich lassen kann, obwohl offensichtlich ist, dass Krzeminski im
allgemeinen Erinnerungsbetrieb zunehmend ins Abseits gerät. Der ehemalige Häftling ist
schmückendes Beiwerk für Gedenkfeiern aller Art, seine Vorträge stellen die Geduld seiner jungen
5 Zuhörer auf eine harte Probe und seine Methoden zur Konservierung der Koffer gelten längst als
überholt. Nachdem Sven erfährt, dass Krzeminski überhaupt keine Koffer mehr zur Restaurierung
bekommen soll, beginnt er kurzerhand Koffer aus dem Magazin des Museums zu stehlen, um dem
Alten die Illusion zu erhalten, gebraucht zu werden.
Als Sven miterleben muss, wie Frau Schneider (Lena Stolze), die Geschäftsführerin des deutschen
Chemiewerks, Krzeminski bei der Einweihung eines Mahnmals das Wort abschneidet, stellt Sven sie
voller Wut zur Rede. Nun ist er es, der Sensibilität für diesen Ort einfordert, sich damit aber unbeliebt macht und wiederum ins Abseits gerät.
Auch Ania versteht sein plötzliches Überengagement nicht. Zwischen Sven und ihr kommt es deshalb
zu Spannungen und als Ania tatsächlich das Stipendium für Brüssel bekommt, will sie sich von Sven
trennen. Er scheint bereits ein Stück der Vergangenheit zu sein, der sie in Brüssel entfliehen will.
Als Svens Schwindel mit den geklauten Koffern auffliegt, weist ihn Krzeminski betroffen aber energisch zurück. Sven fühlt sich von allen missverstanden. Hin und her gerissen zwischen dem historischen Auschwitz und dem modernen Oswiecim steht er vor der Entscheidung, alles hinzuschmeißen und nach Hause zu fahren oder sich dem Ganzen zu stellen und um Ania zu kämpfen...

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Alle Bilder © X-Verleih




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Bewertung

- Absolut schlechter Film

Kritik

Handlung: langweilig
Inszenierung: unspektakulär
Darstellerische Leistungen: schlecht
Dialoge: peinlich
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Schauspielerische Leistungen

(1-10)
Alexander Fehling keine Bewertung Bewerten
Ryszard Ronczewski keine Bewertung Bewerten
Barbara Wysocka keine Bewertung Bewerten
Piotr Rogucki keine Bewertung Bewerten


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