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DVD-Start: 31.01.2008

Beste Zeit

Deutschland 2007, Komödie 95 Minuten

Zwei Freundinnen in einem kleinen Dorf in Bayern:

„Kati:
Leben – Liebe – Tod. Mehr gibt´s ned.
Jo:
Fernweh und Freiheit.“

Kati (ANNA MARIA STURM) und Jo (ROSALIE THOMASS) hocken im VW-Bus von Katis Eltern, Füße auf dem Armaturenbrett, Kippe in der einen Hand, Bier in der anderen und träumen in die Morgendämmerung hinein. Langsam wird es hell über dem Daumiller Berg und Tandern, dem kleinen Dorf, in dem die beiden

 

zu Hause sind. Eine Nacht von vielen geht zu Ende, in denen die beiden Freundinnen daheim ausgebüchst sind, um das zu tun, was beste Freundinnen tun müssen: Über das Leben und die Liebe reden. Über Heimweh und Fernweh. Über Freiheit und die Frage: „Wer bin ich eigentlich?“.

Wie jeden Abend ist Kati nicht zur Haustür raus, sondern heimlich vom Balkon geklettert, Auch den Bus hat sie wie immer heimlich stibitzt. Schließlich ist sie erst

 
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16, allerdings fährt sie auch ohne Führerschein schon ziemlich rasant. „Liebe is’, wenn’s größer is als Freiheit“, Kati träumt von der großen Liebe. Sie weiß, dass heut’ der Mike nach Hause kommt, ob der was mit der großen Liebe zu tun hat, weiß sie allerdings nicht. Als sie am nächsten Vormittag ihrem Opa beim Beschlagen der Pferde hilft, steht Mike (FLORIAN BRÜCKNER) in seiner Bundeswehr-Uniform plötzlich

 


im Hof. „Ich hab Dich vermisst, Baby“ – klingt gut. Mike hat zwar keine Zeit, wegen Fußball und überhaupt, aber immerhin verrät er Kati, dass er am nächsten Tag im M1 sein wird, der angesagten Disco. Viele Fragen geistern Kati im Kopf herum. Warum fragt Mike nicht direkt, ob sie mit kommt, und warum muss sie so oft und so hypnotisiert an Lugge (STEFAN MURR) denken, wo sie doch mit dem Mike zusammen sein will? Und wann beichtet sie endlich Rocky (FERDINAND SCHMIDT-MODROW), dass sie vorhat, nach Amerika zu gehen. Schon ganz bald, Schüleraustausch für ein Jahr. Endlich fort von hier, fort von den Eltern und frei sein.

Rocky, Kati und Jo haben sich schon als Kinder ewige Treue geschworen. „Einer für alle – alle für einen – immer und ewig“. Ein Triumvirat, das keiner auseinander bringt: sie fahren zu dritt auf Rockys Mofa, hocken heimlich nachts zusammen auf dem Balkon vor Katis Zimmer und trinken Papas guten Rotwein aus der Flasche. Für Kati ist der kleine Rocky mit der großen Brille und dem riesigen Herzen einfach der allerbeste Kumpel, er allerdings ist verliebt in Kati, schon seit er zehn Jahre alt ist, natürlich heimlich!

Der Nachmittag wird gemütlich. Die Mädels liegen im Gras, rauchen, diskutieren übers Fettabsaugen und Nichtabsaugen: „Dem Mike wird´s schon gefallen.“ „Was gefallt ihm?“ „Feminine Formen“. Am Abend klauen sie sich wieder den Bus und feiern in Katis Geburtstag rein. Mit dem Meterstab den Kronkorken von der Flasche, die Mädels schwören, immer füreinander da zu sein, und dann: „Happy Birthday, Kati. 1000 Chancen, 1000 Träume, und dass alles in Erfüllung geht“.
Katis Geburtstag gerät allerdings erst mal zum Albtraum. Als Rocky sie küssen will, kotzt sie ihm aufs Hemd, der Gute bringt sie ohne Klagen fürsorglich ins Bett. Am Nachmittag landet Katis heilige Jeans aus Versehen im Müll und am Abend trampen die Mädels ins M1, kommen aber nicht am Türsteher vorbei und müssen den ganzen weiten Weg nach Hause laufen. Jo ist sauer, dass sie nun den weiten Weg zu Fuß nach Hause gehen müssen, aber noch viel mehr, weil Kati nicht kapiert, dass Mike ein blöder Kerl ist. Große Klappe und Küssen ja, aber nie da, wenn man ihn braucht.

Und dann ist da noch der Brief, die Zusage, dass Kati für ein Jahr nach Amerika kann, wenn sie will. Aber will sie das wirklich? Wie soll sie ein Jahr ohne ihre beste Freundin überleben? Andererseits wäre sie dann endlich weg von ihrem Vater (ANDREAS GIEBEL), der eh immer nur zetert. „Warum schmeißt du mich eigentlich nicht raus, wenn ich dir so lästig bin?“ hat sie ihn angebrüllt, die Quittung: Ausgehverbot. Dabei feiert am Abend der FC Tandern den Top-Six-Cup und in der Nacht sollen tausend Sternschnuppen fallen. Natürlich pfeift Kati auf den Stubenarrest, klaut routiniert den VW-Bus und verbringt mit Jo und ihren Freunden einen melancholisch-wunderschönen Abend. „Hey, es kannt sei, dass mir des nie wieder macha! Dass alles zambricht. Dass alle weg gehen. Es kannt sei, dass die besten Zeiten scho vorbei san!“. Katis Gefühlsbarometer steht auf Sturm, dementsprechend gibt sie auf der Rückfahrt Gas. Zuviel Gas, sie setzt den Bus in den Sand. Keine Chance hier alleine je wieder rauszukommen. Sie stellt Mike auf die Probe: Er soll helfen, aber der Blödmann sagt natürlich nur „Ich kann nicht. Bist mir nicht bös, oder?“ Die einzigen, auf die Verlass ist, sind – wie immer – Rocky und sein Kumpel, der schweigsame Toni (VOLKER BRUCH). In einer aberwitzigen Aktion zieht Toni den Bus mit einem riesigen Truck aus dem Sand, „passt scho“, während sich Rocky voll zum Kasper macht, um Katis Eltern auf dem Heimweg aufzuhalten. „Ich hab meine Brille verloren, können Sie mir helfen?“.

Auf Rocky und Toni kann man eben zählen, Kati kommt gerade noch einmal ungeschoren davon, aber die wichtigste Frage liegt ihr immer noch schwer auf dem Herzen: Soll sie wirklich nach Amerika gehen?

Am nächsten Tag beichtet Kati im Biergarten dem fassungslosen Rocky, dass sie vorhat, Tandern zu verlassen. Immerhin erklärt sie auch Mike ein paar Minuten später, dass er ein blöder Hund ist: „Für alles hast du Zeit. Immer. Außer für mich“. Rocky hilft das natürlich nicht weiter, und Kati auch nicht wirklich. Völlig aufgelöst rennt sie nach Hause und zettelt einen Riesenkrach mit ihrem Vater an. Keiner versteht sie, aber am wenigsten versteht sie sich selbst. Sie schreit und tobt, weiß nicht mehr weiter, schneidet sich zitternd und weinend die Haare ab, packt ihre Sachen und verschwindet.

Wohin? Und: Für immer?


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Alle Bilder © Constantin




Bewertungen

Bewertung

- Selten guter Film

Kritik

Handlung: originell
Inszenierung: realistisch
Darstellerische Leistungen: überzeugend
Dialoge: witzig
  Diese Kritik wird automatisch aus 6 Bewertungen erstellt!
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Schauspielerische Leistungen

(1-10)
Rosalie Thomass 9 Bewerten
Anna Maria Sturm 10 Bewerten
Ferdinand Schmidt-Modrow keine Bewertung Bewerten
Florian Brückner keine Bewertung Bewerten


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