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DVD-Start: 03.07.2003

Bowling For Columbine

USA/Kanada/Deu. 2002, Dokumentation

Der erfolgreichste Dokumentarfilmer aller Zeiten schlägt wieder zu. Mit Bowling for Columbine rechnet der Amerikaner Michael Moore mit dem Waffenfetischismus seiner Landsleute ab. Ein bemerkenswerter, oft amüsanter, manchmal verstörender und dabei immer unterhaltsamer Einblick in die Seele der Supermacht.
Michael Moore ist seit seinem Dokumentarfilm Roger & me das Enfant terrible der amerikanischen Filmindustrie. Der unbequeme, schwergewichtige Patriot hat es mit seiner unverwechselbaren Guerillataktik in kürzester Zeit in den Olymp der Dokumentarfilmer geschafft. Hemmungslos subjektiv, vor Sarkasmus triefend und mit einer gehörigen Portion Durchsetzungsvermögen ausgestattet, legt Moore den Finger immer wieder in die Wunde, dorthin, wo es ganz besonders schmerzt.

Das Ergebnis ist verblüffend. Ihm gelingen Momente, in denen die bonbonfarbene Fassade der Konsumgesellschaft abblättert und einen Blick auf den nackten Wahnsinn freilegt, oder wie im Fall des Waffenlobbyisten Charlton Heston auf die totale Leere. Moore zerrt die Protagonisten der Selbstverteidigungshysterie vor die Kamera. Ihre Gesichter sind austauschbar (die Banalität des Bösen?), ihre Argumentationslinien verkümmern, kaum dass Moore dazwischenhaut. Es macht Spaß, dem Furor dieses Mannes beizuwohnen, der durch das alles hindurchwatet, immer in Bewegung, immer auf dem Sprung.

Michael Moore muss für die Verwalter des Status quo der Super-Gau sein, die Mensch gewordene Nervensäge schlechthin, für den Zuschauer jedoch ist er ein Geschenk des Himmels. Am Ende, nachdem so ziemlich alle Vorurteile und Klischeevorstellungen in ihre Einzelteile zerlegt, durch den Film geschleppt und wieder zusammengebaut wurden, nachdem man durch einen Schnellkurs in Sachen amerikanischer Geschichte mit animierten Figuren im Stil von South Park gehetzt und so manch sprunghafter Eingebung des Impresarios gefolgt ist, fühlt man sich an Marlon Brando in Apocalypse Now erinnert, wenn er uns entgegenhaucht: "The horror, the horror".


 


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Michael Moore


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