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DVD-Start: 12.06.2008

There Will Be Blood

USA 2007, Drama 158 Minuten

Zeitenwende im Westen der USA: Die Industrialisierung verändert in rasantem Tempo das ganze Land. Erdöl ist es, das die gefräßige Maschine dieser Gründerzeit antreibt. In wenigen Wochen können mutige Männer in Texas und Kalifornien Tausende von Dollars machen – oder sich ruinieren, wenn sie die erwarteten Ölvorkommen nicht finden.

Daniel Plainview (DANIEL DAY-LEWIS) ist einer dieser Spekulanten. Er ist gerissen und clever, witzig und charmant,

 

aber genauso skrupellos und besessen. Vor Jahren hat er selbst im Bergbau nach Silber gegraben. Und er hatte Glück. In zweifacher Hinsicht: Denn die Arbeit in den Gruben ist lebensgefährlich. Eine lange Narbe an Daniel Plainviews Fuß zeugt noch heute davon. Einer seiner Mitarbeiter kam bei dem Unfall damals zu Tode. Dessen Sprössling zieht Plainview als seinen Sohn H.W. (DILLON FREASIER) groß. Und Plainview hatte ein zweites Mal Glück. Beim Bohren nach Silber stieß

 
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er auf Öl. Heute ist er ein angesehener Unternehmer und ein gemachter Mann. Doch die Jagd nach weiteren Ölquellen, die Sucht nach mehr Geld und der Wille nach mehr Macht treiben ihn weiter. Ohne Ruhe.

Als eines Tages ein junger Mann bei Plainview und seinem engsten Mitarbeiter Fletcher (CIRIÁN HINDS) auftaucht, glaubt er, das große Los gezogen zu haben. Der Junge nennt sich Paul (PAUL DANO) und erzählt den beiden gegen ein Handgeld von 500 Dollar, dass

 


es im Westen Kaliforniens, in der Nähe der Kleinstadt Little Boston, ein riesiges Ölfeld geben müsse. Auf der Farm seiner Eltern, der Sundays, sprudle das Öl sogar an manchen Stellen direkt aus dem Boden.

Bereits am nächsten Tag machen sich Daniel und H.W. Plainview auf den Weg. Angekommen auf der Farm der Sundays, geben sie sich als Jäger aus. Sie werden von der armen, aber tief religiösen Familie zum Abendessen eingeladen und zu Daniels großer Überraschung sitzt ihm Pauls Ebenbild gegenüber. Wie sich später herausstellt, hat Paul die Familie verlassen. Eli (PAUL DANO) ist dessen Zwillingsbruder. Eli ist noch religiöser als der Rest der Familie. Und vor allem ist er cleverer. Denn als er bemerkt, dass die Plainviews geologische Studien anstellen, ist ihm klar, dass Vater und Sohn nicht auf Wachteljagd sind. Bei einem weiteren gemeinsamen Abendessen will Plainview den Farmern Land abkaufen, doch Eli lässt ihn eiskalt abblitzen. Er teilt Plainview mit, dass er über dessen Pläne Bescheid wisse und dass er auch den anderen Farmern von einem Verkauf abraten werde.

Als es zum Streit kommt, schlichtet Vater Abel Sunday mit dem Hinweis, Plainview solle doch morgen zu Elis Messe kommen und mit den Bewohnern der Gemeinde ganz offen über seine Pläne sprechen. Man werde sicher eine gute Lösung für beide Seiten finden.


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Alle Bilder © Walt Disney Studios




Bewertungen

Bewertung

- Würde ich mir selber empfehlen

Kritik

Handlung: emotionsgeladen
Inszenierung: aufwendig
Darstellerische Leistungen: ausgezeichnet
Dialoge: ausgefeilt
  Diese Kritik wird automatisch aus 18 Bewertungen erstellt!
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Schauspielerische Leistungen

(1-10)
Daniel Day-Lewis 9,78 Bewerten
Paul Franklin Dano 8,75 Bewerten
Kevin J. O`Connor 9 Bewerten
Ciarán Hinds 8,67 Bewerten


User Kritiken

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FastEddie
Junior Kritiker
am 19.02.2008
Paul Thomas Anderson ist kein konventioneller Hollywoodregisseur. Im Gegenteil! Durch Filme wie "Magnolia" und "Boogie Nights" hat er sich einen Ruf als Kunstfilmer und Regieexzentriker erarbeitet (man bedenke den "Froschregenschauer" in "Magnolia). "There will be Blood" ist nun seine neuste Regiearbeit und gilt mit acht Nominierungen als der große Favorit bei der am kommenden Sonntag stattfindenden Oscargala in Los Angeles. Der Film ist groß, er ist sperrig und in seiner Art sicher nicht jedermanns Sache, doch er ist vor allem eines: Grandios! Getragen wird er von einem wie in Trance agierenden Daniel Day - Lewis der hier sicher eine der besten schauspielerischen Leistungen aller Zeiten bietet und sich mit jeder Körperfalte seiner Figur Daniel Plainview verschreibt. Doch auch sein Gegenspieler, der erst 23 - jähige Paul Dano in der Rolle des religiös - fanatischen Priesters Eli Sunday spielt mehr als beeindruckend. Der Film beginnt mit einer fast fünfzehnminütigen Eingangssequenz die komplett ohne Dialoge auskommt und endet in einem Finale, das man so noch nicht gesehen hat und das in seiner Bizarrheit an Filme Kubricks - vor allem "Clockwerk Orange" erinnert. Dazwischen lässt sich Anderson viel Zeit den manisch gierigen Plainview zu porträtieren. Seine Gier nach Geld, seine Gier nach Macht und sein Hass auf Menschen. Gewisse Bezüge zur politischen Realität schimmern bei betrachten des Films sicher nicht ganz grundlos hervor. Der Soundtrack ist ein weiteres Highlight des Films. Er stammt aus der Feder von Radiohead - Gitarrist Johnny Greenwood und ist sicher der innovativste und genialsten Filmscores der letzten Jahre. Es ist kein Score den man sich gemütlich zur Entspannung anhören kann wie es bei den Musiken eines Hans Zimmer oder John Williams der Fall ist: Der Soundtrack zu "There will be Blood" funktioniert nicht ohne die hervorragend komponierten Einstellungen von Kameramann Robert Elswitt und das Spiel von Day - Lewis und Dano. Mit "There will be Blood" ist Paul Thomas Anderson ein Meisterwerk von epochalem Ausmaß gelungen, in dem alle Akteure - ob vor oder hinter der Kamera - zu absoluter Höchstform auflaufen. Der eigenwillige Stil von Anderson ist Balsam für das vom Mainstream bestimmte Weltkino.
"Ein Film ist gut, wenn er wenig Worte aber viel Handlung hat". (John Ford)
 


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